An deutschlandweit Hunderten Standorten ist die Stiftungsfamilie für Sie da: ob Sie Fragen zu unseren Leistungen oder Ihrer Mitgliedschaft haben oder an einer von vielen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Vor Ort sind es engagierte Menschen, die der Stiftungsfamilie ein Gesicht geben und unsere Gemeinschaft prägen. In Karlsruhe leitet Ralf Bott ehrenamtlich die Ortsstelle, in Lebach im Saarland Dorothea Kassing. Im Interview erzählen beide, warum gemeinsame Unternehmungen mehr sind als nur Zeit miteinander zu verbringen und was das mit der Stiftungsfamilie zu tun hat.
In welchem Bereich engagieren Sie sich?
Dorothea Kassing: Ich bin seit 1972 Mitglied. Die Gedanken der Stiftungsfamilie lagen mir bereits am Herzen, als ich mit 17 Jahren zur damaligen Deutschen Bundesbahn kam. Ich war 48 Jahre lang im Beruf, unter anderem als Kundenberaterin Güterverkehr und Leiterin der Güterkraftverkehrsstelle Saarland/Rheinland-Pfalz. Seit bald 14 Jahren leite ich nun die Ortsstelle Lebach/Wadern. Dort war uns immer klar, dass wir den Gemeinschaftsgedanken der Bahn und der Stiftungsfamilie leben und Zusammenkünfte ermöglichen wollen. Ralf Bott: Ich habe 1973 bei der damaligen Deutschen Bundesbahn angefangen und unter anderem im Betriebs- und Verkehrsdienst sowie im Immobiliendienst gearbeitet. Zuletzt war ich als stellvertretender Vorsitzender beim Besonderen Personalrat des Bundeseisenbahnvermögens Süd tätig. Mitglied der Stiftungsfamilie bin ich von Beginn an. Die Leitung der Ortsstelle Karlsruhe habe ich seit 2018, diese ist für über 3.000 Mitglieder verantwortlich. Unterstützung erhalte ich von acht Kolleginnen und Kollegen.
— "Ich möchte Menschen zusammenbringen und Verbindung schaffen" – Dorothea Kassing
Was hat Sie dazu bewogen, aktiv zu werden?
Dorothea Kassing: Als Berufsfürsorgerin und Eingliederungsmanagerin konnte ich mehrfach Mitarbeitenden in Not durch die Stiftungsfamilie helfen lassen. Mit der Privatisierung der Deutschen Bahn kam es zu vielen Veränderungen und Herausforderungen für die Beschäftigten. Die Stiftungsfamilie war damals wie heute vor Ort, mit festen und vertrauenswürdigen Ansprechpersonen. Für die Menschen sind das Stellen, an denen sie Gehör und Unterstützung finden. In unserer Ortsstelle wollen wir das ebenfalls leben. Ralf Bott: Vor Jahren hatte sich der Sohn eines Freundes bei einem Badeunfall so schwer verletzt, dass er querschnittsgelähmt blieb. Die Stiftungsfamilie hat sofort reagiert und die Familie unterstützt. Auch die Hilfen bei Flutkatastrophen und Hochwassernotlagen haben mir das Gefühl gegeben, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen zu wollen. Schon zu meiner aktiven Dienstzeit habe ich die Stiftungsfamilie in Personalversammlungen oder Veranstaltungen der EVG eingebunden. Es war mir wichtig, dieser Arbeit eine Plattform zu geben und sie bekannter zu machen.
Woran und mit wem arbeiten Sie konkret?
Dorothea Kassing: Wir bieten feste Beratungstage in einem Raum im Rathaus Lebach an, helfen Mitgliedern beispielsweise bei Anträgen zu Kranken- oder Pflegeversicherungen, suchen Ansprechpersonen in Erbschaftsangelegenheiten, besuchen kranke und betagte Mitglieder und haben auch schon bei Trauer begleitet. Ralf Bott: Unsere Ortsstelle organisiert Ausflüge ins Theater oder Besichtigungen, beispielsweise der Baustelle von Stuttgart 21, Vorträge zu Themen wie Versicherungen, DB-Fahrvergünstigungen oder, als Teil der Digitalen Hilfe, zum Umgang mit dem Smartphone. In diesem Jahr machen wir eine Fahrt mit dem Glacier-Express durch die Schweizer Bergwelt und 2027 wollen wir die Arbeiten an der Brenner-Bahnstrecke besichtigen.
Gab es Ereignisse, über die Sie sich besonders gefreut haben?
Ralf Bott: Für mich sind alle Begegnungen mit unseren Mitgliedern Grund zur Freude. Außerdem geschieht bei den Veranstaltungen vieles, was unsere Gemeinschaft ausmacht. Einmal kam bei einer Schiffsfahrt nach Speyer eine Frau auf uns zu, deren Mann kurz vorher verstorben war. Sie hatte natürlich einige noch zu regelnde Angelegenheiten. Schon während des Ausflugs konnten wir Kontakte vermitteln und helfen, die Situation zu erleichtern. Das sind Dinge, die mich sehr freuen und die in einer guten Gemeinschaft dazugehören.
— "Mein Ziel ist es, Menschen für die Sache zu gewinnen" – Ralf Bott
Sich für die Sache zu engagieren, ist nötig, weil …
Ralf Bott: … die Stiftungsfamilie und ihre Leistungen noch bekannter werden sollen. Viele Mitglieder haben zu den Angeboten und unserer Gemeinschaft noch wenig Zugang. Wir als Ortsstelle helfen sehr gern mit, das zu verändern. Dorothea Kassing: „Im Grunde sind es die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben“, sagte Wilhelm von Humboldt. Ich möchte Menschen zusammenbringen und Verbindungen ermöglichen. Dafür veranstalten wir Ausflüge und Reisen, beispielsweise in die Grube Göttelborn, zum Saarländischen Rundfunk und auch ins Ausland.
Was wäre, wenn sich noch mehr Menschen engagieren würden?
Dorothea Kassing: Wir könnten weitere Angebote schaffen und mehr Menschen erreichen. Wir freuen uns also über alle, die zu uns stoßen, in welchem Umfang auch immer.
Eine Gemeinschaft ist nur so stark wie die Menschen, die sich für sie einsetzen. Deshalb freut es uns besonders, dass sich Tausende Mitglieder ehrenamtlich in die Arbeit der Stiftungsfamilie einbringen. Sie sind Teil unserer Gemeinschaft und möchten sich ebenfalls einsetzen? Auf unserer Website finden Sie unter Engagement vielseitige Möglichkeiten: ob für Bewegung, Bildung, Kultur, Integration, unseren Nachwuchs oder als Botschafterin oder Botschafter in Ihrem Betrieb – und das in der Taktung, die für Sie am besten ist.