Miteinander – Füreinander
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01.04.2025
Janin Utterodt beginnt eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei DB Training und bleibt der Deutschen Bahn nach einem berufsbegleitenden Studium treu: Als Spezialistin für Ausbildungsmanagement hilft sie heute dabei, die Bahn personell fit für die Zukunft zu machen. In ihren Bereich fällt auch das konzernweite Ausbildungsnetzwerk DB Youngster, das die Deutsche Bahn gemeinsam mit der Stiftungsfamilie umsetzt.
Ich bin in Thüringen groß geworden, im ländlichen Umfeld von Eisenach. Danach habe ich viele Jahre in Frankfurt am Main gelebt und später in Berlin. Die Großstadt war mir irgendwann zu trubelig und es hat mich wieder in meine ruhige Heimat gezogen.
Ich lebe mit meinem Partner in Eisenach.
Meine Laufbahn begann 2002 bei der Deutschen Bahn mit einer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei DB Training. Später habe ich noch ein berufsbegleitendes Studium als Betriebswirtin im Bereich Marketing und Vertrieb angeschlossen und mich zur Business-Coachin weitergebildet. Ich hatte vor meiner Ausbildung keinen Bezug zur Bahn, aber meine Entscheidung habe ich nie bereut. Die Deutsche Bahn ist ein tolles Unternehmen.
Seit 2016 bin ich Spezialistin für Ausbildungs- und Nachwuchsmanagement in der Strategischen Personalentwicklung. Wir sind ein Team aus fünf Kolleginnen, die für die Grundsätze der Berufsausbildung und das duale Studium bei der Deutschen Bahn verantwortlich sind.
Unser Team gestaltet die konzernweiten Strategien und Grundsätze für unsere Nachwuchskräfte. Ziel ist es, dass diese eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten und sich fachlich so entwickeln können, dass sie auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet sind. Dafür berücksichtigen wir gesellschaftliche und technologische Veränderungen, die unsere zukünftige Arbeitswelt prägen. Ich verantworte insbesondere die Grundsätze für gewerblich-technische Ausbildungsberufe und die Steuerung unserer beiden Communitys: die DB Youngsters für unsere Nachwuchskräfte und die Community für das Ausbildungspersonal.
Online-Meetings und viele Abstimmungen gehören definitiv zu meinem Arbeitsalltag. Da Ausbildung alle Geschäftsbereiche der Deutschen Bahn betrifft, leite ich konzernweite Arbeitsgruppen. Ich arbeite die meiste Zeit im Homeoffice, bin aber auch regelmäßig im Berliner Büro oder auf Dienstreise, um Kolleginnen und Kollegen zu treffen.
Ich mag die Zielgruppe der Nachwuchskräfte. Die jungen Menschen sind unsere Zukunft. Es ist spannend, zu beobachten, wenn unterschiedliche Generationen aufeinandertreffen, die Unterschiede zu beobachten, aber auch die Gemeinsamkeiten. Die Standards und innovativen Lernformate, die wir für die Ausbildung schaffen, unterstützen die Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Sie helfen aber auch Ausbilderinnen und Ausbildern bei ihrer Arbeit. Die Berufsausbildung hat in Deutschland teilweise keinen guten Ruf, da viele studieren wollen. Ich finde, sie sollte mehr Wertigkeit bekommen.
Schon während meiner Ausbildung und als Nachwuchskräfte-Gesamtkoordinatorin bei DB InfraGO Fahrweg habe ich mit der Stiftungsfamilie beispielsweise das Onboarding für die neuen Azubis gestaltet, also ihren Arbeitsbeginn mit allen unterstützenden Maßnahmen. Auch privat bin ich Mitglied der Stiftungsfamilie.
Aktuell setzen wir die DB Youngster Community um. Sie ist das erste konzernweite Unterstützungs- und Lernnetzwerk für alle Azubis und dual Studierenden. Die Stiftungsfamilie ist unser Kooperationspartner, mit dem wir Workshops für die Nachwuchskräfte anbieten, z. B. für Zeit- und Selbstmanagement, Resilienz oder den Umgang mit Geld. Zudem vernetzt die Stiftungsfamilie Nachwuchskräfte durch Freizeitangebote wie Kartfahren oder gemeinsame Reisen und bietet mit der Sozialberatung auch wichtige Unterstützung in schwierigen Lebensphasen.
Ich weiß nicht, ob es verrückt ist, aber ich möchte gerne einmal mit einer alten Dampflok durch den Thüringer Wald oder Harz fahren.
Ich bin ein kreativer Mensch und probiere gerne neue Sachen aus. Ich mag die kühle Jahreszeit, daher suche ich mir oft ein Winterhobby. Vor Kurzem habe ich mit Stricken und Häkeln angefangen. Klingt altbacken, aber ich habe einige Freunde, die das auch machen. Ich kann es mit meinem Interesse für Mode und praktisch-kreative Dinge zusammenbringen. Und man kann gut entspannen, da der Fokus auf einer Sache liegt. Ich liebe es, es mir zu Hause gemütlich zu machen. Allgemein sind mir noch Fitness und Bewegung wichtig: Ich mache Kraftsport und Yoga und fahre gerne Gravelbike.
Auf einer verspäteten Bahnfahrt bin ich mit meinem Sitznachbarn ins Gespräch gekommen, einem jungen Mann aus Südamerika. Er lernte erst noch Deutsch und konnte die Durchsagen nicht verstehen. Er wollte eine Ausbildung in Deutschland machen. Ich habe für ihn einen Kontakt hergestellt für unser Berufsvorbereitungsprogramm Chance plus. Am Ende hat es nicht geklappt, aber dieses inspirierende Gespräch ist mir in schöner Erinnerung geblieben: Auch ein kurzes, nettes Wort, ob im Supermarkt oder beim Bäcker, kann den Tag für beide Seiten bereichern.
Herzlichen Dank für das Gespräch, liebe Janin Utterodt! Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Programm DB Youngster. Und natürlich drücken wir Ihnen auch für Ihre privaten Projekte die Daumen. PS: Handmade ist immer cool.
Janin Utterodt ist Spezialistin für Ausbildungsmanagement bei der Deutsche Bahn. Foto: privat